Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir stehen vor der Entscheidung, einen hochmodernen Standort für Verteidigungstechnologie auf der Stiftwiese (umgangssprachlich „Senderwiese“) anzusiedeln.

Als Bürgermeister ist es mir ein persönliches Anliegen, Ihnen auf dieser Website alle Fakten, Argumente, Informationen zum Ratsbegehren, den Zeitplan sowie Fragen und Antworten transparent darzulegen. Die globale Sicherheitslage hat sich deutlich verändert. Deutschland und Europa müssen wehrhafter werden. Mit dieser Ansiedlung haben wir die Gelegenheit, aktiv Verantwortung zu übernehmen und einen entscheidenden Beitrag zur Souveränität unseres Landes und Europas zu leisten.

Gleichzeitig ist dieses Projekt eine enorme Chance für unsere Gemeinde. Angesichts sinkender Steuereinnahmen in unserem bisherigen Unternehmensportfolio ist dieses Projekt ein entscheidender Baustein, um unsere finanzielle Handlungsfähigkeit weiterhin sicherstellen zu können.

Nachdem der Gemeinderat am 24. März 2026 die planungsrechtlichen Weichen für die Ansiedlung gestellt hat, war uns eines besonders wichtig: Sie sollen aktiv mitentscheiden. Daher haben wir am 14. April 2026 den Beschluss für einen Bürgerentscheid gefasst und am 19. Mai 2026 die genaue Fragestellung sowie den Termin festgelegt. Deshalb sind Sie nun aufgerufen, darüber abzustimmen, ob die auf dieser Website beschriebenen Planungen weiterverfolgt werden sollen. Am 5. Juli 2026 liegt die Entscheidung bei Ihnen.

Ich lade Sie herzlich ein: Nutzen Sie diese Website, um sich faktenbasiert zu informieren. Und nutzen Sie dann Ihr Wahlrecht und stimmen Sie ab.

Ihr

Signatur

Benjamin Henn

KEY FACTS

DIE STIFTWIESE

Die Stiftwiese, oft auch „Senderwiese“ genannt, ging nach der Nutzung durch den US-amerikanischen Auslandsrundfunk „Voice of America“ in den Privatbesitz einer Familie über.

Das auf der Stiftwiese geplante Baufeld liegt im nördlichen Teil des insgesamt 78 Hektar großen Areals (siehe Fotos). Es werden 35 Hektar als reine Nutzfläche benötigt. Zusätzlich sind 10 Hektar als dauerhafte ökologische Ausgleichsfläche vorgesehen.

Dieser Standort bietet sich für die Ansiedlung besonders an, da er durch die B 301, die Grünecker Straße sowie die S-Bahn verkehrstechnisch optimal angebunden ist.

DIE ANSIEDLUNG

Angesichts der grundlegend veränderten sicherheitspolitischen Lage in Europa sowie der angespannten kommunalen Haushaltslage hat der Gemeinderat die Situation neu bewertet. Mit der Aufhebung des bisherigen Planungsstopps für die Stiftwiese wird nun der Weg für ein zukunftsweisendes Projekt geebnet: Die Gemeinde plant einen Standort für Verteidigungstechnologie, der Forschung, Softwareentwicklung und präzise industrielle Fertigung vereint.

Dieses Vorhaben soll die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommune langfristig sichern und schafft vor Ort über 300 hochqualifizierte Arbeitsplätze in Zukunftsfeldern wie Engineering und IT.

DAS WEITERE VORGEHEN

Mit dem Beschluss des Gemeinderats für einen Bürgerentscheid (Ratsbegehren) liegt die finale Entscheidung am 05. Juli 2026 in Ihren Händen. Alle Wahlberechtigten haben die Möglichkeit, per Briefwahl oder direkt im Wahllokal über die Zukunft der Ansiedlung mitzubestimmen.

Im Vorfeld sind Sie herzlich eingeladen, an der Dialogveranstaltung „Sprechen und Zuhören“ am 08. Juni 2026 um 19:00 Uhr im Gemeindesaal teilzunehmen und sich mit uns auszutauschen.

ARGUMENTE

Wirtschaftlicher Gewinn für die Gemeinde:

Die geplante Ansiedlung ist ein wichtiger und attraktiver Impuls für unsere Gemeinde: Vor Ort entstehen hunderte neue, zukunftssichere Arbeitsplätze. Das Spektrum reicht von attraktiven Ausbildungsberufen in der industriellen Fertigung bis hin zu Tätigkeiten für Akademiker – in den Zukunftsfeldern Künstliche Intelligenz und Softwareentwicklung. Darüber hinaus entstehen auch während der Bauphase sowie bei Zulieferern und Partnerunternehmen neue Stellen. Durch die Ansiedlung steigt zudem die lokale Kaufkraft, wovon ansässige Betriebe wie Gastronomie, Hotellerie und das Handwerk direkt profitieren.
Ein häufig geäußerter Einwand betrifft die genaue Höhe der zukünftigen Gewerbesteuereinnahmen. Dieser Punkt ist valide: Konkrete finanzielle Prognosen zum jetzigen Zeitpunkt abzugeben, wäre unseriös. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass gewerbliche Neuansiedlungen deutschlandweit aktuell ein Minimum erreicht haben. Angesichts dieser bundesweiten Wirtschaftslage muss die Gelegenheit, einen solch zukunftsweisenden Technologiestandort bei uns zu etablieren, als wesentlicher Faktor berücksichtigt werden.

Sicherung der kommunalen Handlungsfähigkeit:

Mit dieser Ansiedlung partizipiert Hallbergmoos an den bedeutenden Zukunftsfeldern Künstliche Intelligenz und Verteidigungstechnologie. Die Gemeinde profitiert dabei vor allem durch attraktive Arbeitsplätze und die Aussicht auf signifikante Gewerbesteuereinnahmen. Diese Mittel sichern langfristig unsere finanzielle Handlungsfähigkeit – für soziale Projekte, den Ausbau von Kitas und Schulen sowie die Instandhaltung unserer Infrastruktur.

Signalwirkung für den Standort Hallbergmoos:

Hallbergmoos baut seine Position als High-Tech-Standort weiter aus und diversifiziert sich. Die geplante Ansiedlung hat eine enorme Signalwirkung: Bereits jetzt melden sich immer neue Unternehmen, die sich als Zulieferer und Partner ebenfalls in der Gemeinde niederlassen möchten.

Naturschutz & Ausgleichskonzept:

Der Schutz der Tier- und Pflanzenwelt auf der Stiftwiese wird von Beginn an fest in die Planungen integriert. Von der insgesamt 78 Hektar großen Wiese werden rund 35 Hektar als reine Nutzfläche benötigt. Zusätzlich sind 10 Hektar als dauerhafte ökologische Ausgleichsfläche vorgesehen, sodass ein großer Teil der Fläche unberührt bleibt. Hinzu kommen externe Kompensationsmaßnahmen zur gezielten Umsiedlung und zum langfristigen Schutz einzelner Tierarten. Das gesamte Bauleitplanverfahren wird zudem von einem detaillierten Umweltbericht begleitet.

RATSBEGEHREN

Der Gemeinderat hat bereits in seiner Sitzung am 14.04.2026 beschlossen, einen Bürgerentscheid zur Ansiedlung eines Standortes für Verteidigungstechnologie auf der sogenannten „Senderwiese“ durchzuführen (Ratsbegehren). In der vergangenen öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 19. Mai 2026 hat der Gemeinderat nunmehr die zur Abstimmung zu stellende Frage bestimmt und den Termin zur Durchführung des Bürgerentscheides verbindlich auf den 05. Juli 2026 festgelegt.

DIE FRAGESTELLUNG:

„Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Hallbergmoos die planungsrechtlichen Grundlagen für die Ansiedlung eines Standorts für Verteidigungstechnologie auf einem Teil (ca. 35ha, Teil der Flurnummer 795) der Stiftwiese (78ha, umgangssprachlich “Senderwiese”) schafft?“

ZEITPLAN

FAQ (HÄUFIGE FRAGEN)

Das Projekt
Warum wurde die im Jahr 2022 getroffene Entscheidung, die städtebauliche Entwicklung der Stiftwiese zu pausieren, jetzt aufgehoben?

Die sicherheitspolitische Lage in Europa hat sich seit 2022 grundlegend verändert. Die souveräne Verteidigungsfähigkeit Europas hat eine neue Dringlichkeit erhalten. Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinderat seine damalige Entscheidung in der Sitzung vom 24. März 2026 neu bewertet und den Beschluss für die städtebauliche Entwicklung auf der Stiftwiese gefasst.

Die Ansiedlung hat eine hohe strategische Relevanz für die nationale Sicherheit. Ziel ist es, dass Deutschland bis 2029 eine deutlich gestärkte Verteidigungsbereitschaft erreicht. Das erfordert einen Baustart im Jahr 2027. Da Bauleitplanverfahren und Genehmigungsprozesse Zeit benötigen, ist ein grünes Licht bis Sommer 2026 erforderlich.

Chancen für Hallbergmoos
Wie profitiert die Gemeinde Hallbergmoos konkret von dieser Ansiedlung?

Die Ansiedlung eines Produktionsbetriebs der Verteidigungstechnologie schafft erhebliche Investitionen, stärkt die lokale Wirtschaft und bringt auch zusätzliche Aufträge für regionale Betriebe, Dienstleister und Zulieferer. Zudem entstehen über 300 hochqualifizierte Arbeitsplätze in zukunftssicheren Feldern wie Technik, Produktion, Verwaltung und Entwicklung. Auch Ausbildungsplätze und Perspektiven für junge Menschen vor Ort entstehen.

Verteidigungstechnologie ist Hochtechnologie: Robotik, Digitalisierung, Materialtechnik, Präzisionsfertigung und Sicherheitstechnik. Die Gemeinde positioniert sich damit als moderner Innovationsstandort. In der Folge können sich weitere finanzstarke Firmen z. B. im Gewerbegebiet oder im MABP ansiedeln.

Hinter dem Standort steht ein Unternehmen, das mit einem Kapital von über 1,4 Milliarden Euro zu den am besten finanzierten Technologie-Akteuren Europas gehört. Das Projekt basiert auf langfristigen Rahmenverträgen zur staatlichen Sicherheitsvorsorge. Die Ansiedlung ist somit keine „Wette auf die Zukunft“, sondern eine Investition in einen krisenfesten Sektor. Selbst bei konjunkturellen Schwankungen bleibt der Bedarf an Verteidigungstechnologie zur Sicherung der Souveränität bestehen, was Hallbergmoos eine stabile Gewerbesteuerbasis verspricht.

Nein, die Stiftwiese ist keine gemeindeeigene Fläche. Sie befindet sich im Privateigentum. 

Freiwillige Leistungen der Gemeinde bei der Kinderbetreuung, an Vereine und soziale Institutionen sind bis 2027 im Haushalt abgebildet und gesichert. Richtig ist aber auch: Die Gewerbesteuereinnahmen in Hallbergmoos gehen zurück. Ohne neue Ansiedlungen wäre die Gemeinde mittelfristig gezwungen, Einschnitte vorzunehmen – bei freiwilligen Leistungen und bei Gebühren. In vielen Städten und Gemeinden ist das längst Realität. Das wollen wir verhindern.

Durch die Ansiedlung soll die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde erhalten bleiben, um langfristig die sozialen und gesellschaftlichen Angebote für die Bürgerinnen und Bürger zu sichern.

Der Investor Helsing
Welches Unternehmen plant die Ansiedlung auf der Stiftwiese?

Hinter der Investition und Ansiedlung steht Helsing, das führende europäische Unternehmen für Verteidigungstechnologie. Dafür hat das Unternehmen ein großzügiges Grundstück auf einer Teilfläche der Stiftwiese erworben.

Helsing hat seinen Hauptsitz in München. Hinzu kommen weitere Standorte, unter anderem in Berlin, London, Paris, Stockholm und in der Ukraine. Zu Helsing gehört auch der bayerische Flugzeughersteller Grob Aircraft mit Sitz in Tussenhausen.

Helsing hat über 1.000 Mitarbeiter und zählt zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen in Deutschland. Mit weit über einer Milliarde Euro an Finanzierung ist Helsing darüber hinaus eines der am besten finanzierten Technologieunternehmen in Europa.

Gegründet wurde Helsing von Dr. Gundbert Scherf, Niklas Köhler und Torsten Reil mit dem Ziel, unsere demokratischen Werte und offene Gesellschaft zu schützen.

Nach einer bundesweiten Suche identifizierte Helsing Hallbergmoos als bevorzugten Ort für die Errichtung einer Resilience Factory.

Dabei handelt es sich um eine hocheffiziente Produktionsanlage mit automatisierten Montagelinien und abgesicherter Lieferkette zur Fertigung von Verteidigungsgütern, einschließlich Flächen für strategische Erweiterungen wie zum Beispiel einen Technologiehub für Forschung und Entwicklung.

Helsing ist Teil der europäischen Verteidigungsinfrastruktur und arbeitet mit Streitkräften demokratischer Staaten, Regierungen und Partnern aus der Industrie zusammen – unter anderem mit den ebenfalls in Bayern ansässigen Unternehmen Hensoldt und Schaeffler.

Im Februar 2026 hat Helsing einen Großauftrag der Bundesregierung über die Produktion des KI-gestützten Loitering Munition Systems (LMS; auch: Drohne) vom Typ HX-2 für die „Brigade Litauen“ der Bundeswehr erhalten.

Im Mai 2026 hat Helsing die Gründung eines Joint Ventures mit OHB, Europas führendem Raumfahrtkonzern, bekanntgegeben.

Standort & Planung
Warum wurde die Stiftwiese als Standort gewählt?

Im ersten Entwicklungsschritt wird ein zusammenhängendes Baufeld von mindestens 10 Hektar benötigt. Perspektivisch wird eine Fläche von ca. 35 Hektar benötigt. Zusätzlich sind 10 Hektar als ökologische Ausgleichsfläche vorgesehen.

Die Verwaltung hat alle potenziellen Flächen im Gemeindegebiet intensiv geprüft. Das Ergebnis: Es gibt keine geeignete Alternative. Nicht jede freie Fläche kommt infrage – bei einer scheitert eine Einigung an der Vielzahl der Eigentümer in der gebotenen Kürze der Zeit, für eine andere liegt bereits eine gültige Baugenehmigung vor, die eine Umplanung ausschließt.

Die Entscheidung wurde nicht leichtfertig getroffen. Alternativen wurden sorgfältig gesucht und geprüft.

Moderne Verteidigungstechnologie stellt spezifische Anforderungen an die bauliche Infrastruktur, die in einem klassischen Büropark nicht abbildbar sind. 

Im ersten Entwicklungsschritt des Ansiedlungsprojekts bedarf es eines zusammenhängenden Baufelds von mindestens 10 Hektar. In der weiteren Entwicklung ist eine Fläche von ca. 35 Hektar nötig. Außerdem sind Sicherheitszonen und eine direkte logistische Anbindung erforderlich, um die Produktionsstätte effektiv zu betreiben. Nur durch die Entwicklung auf der Stiftwiese können Produktion, Logistik und Forschung an einem Standort zusammengeführt werden. 

Nein, im Bebauungsplan werden klare Festlegungen verankert, die die Art und den Umfang der Nutzung rechtlich bindend festlegen. Die Restfläche bleibt unberührt.

Gerade weil das Vorhaben groß ist und im Außenbereich („Senderwiese“) liegt, muss das Vorhaben durch einen Bebauungsplan der Gemeinde Hallbergmoos im Interesse der Ortsentwicklung gesteuert werden. Die Gemeinde kann damit verbindlich regeln, wo gebaut wird, wie erschlossen wird, welche Flächen und ökologischen Ausgleichsflächen entstehen, wie der Verkehr gelenkt wird und welche Umweltstandards gelten.

Sicherheit & Auswirkungen vor Ort
Macht uns ein Standort für Verteidigungstechnologie im Ernstfall zum militärischen Ziel?

Hallbergmoos befindet sich bereits heute in einem strategisch sensiblen Umfeld – durch die unmittelbare Nähe zum internationalen Flughafen München und die Ansässigkeit namhafter Unternehmen aus Luftfahrt und Sicherheit. An dieser Bedrohungslage ändert das Vorhaben nichts Wesentliches.

Bei dem geplanten Standort handelt es sich nicht um eine militärische Anlage. Der Standort selbst hat keinen militärischen Stellenwert, der ihn zu einem Ziel machen würde.

Nein, bei dem geplanten Standort für Verteidigungstechnologie handelt es sich um eine hochmoderne Betriebsstätte für Forschung, Softwareentwicklung und die Montage von technologischen Komponenten. 

Es findet keine Produktion oder Lagerung von Explosivstoffen statt. Die Fertigungsverfahren sind nicht mit denen der Schwerindustrie vergleichbar. Die Fertigung erfolgt hochautomatisiert in geschlossenen Gebäuden unter Einhaltung strengster Sicherheits- und Umweltauflagen. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr durch Gefahrguttransporte oder gefährliche Emissionen. 

Aufgrund der Lage des geplanten Produktionsstandorts im Bereich der Stiftwiese ist nicht davon auszugehen, dass das Projekt mit erheblichem Baulärm für Anwohner verbunden wäre. Auch während der Produktion ist keine größere Lärm- oder Verkehrsbelastung zu erwarten. Der Verkehr wird überwiegend über die Bundesstraße und nicht durch Hallbergmoos geführt. 

Durch die sehr gute Anbindung über die S8 gehen wir darüber hinaus davon aus, dass viele Mitarbeitende das Angebot des ÖPNV wahrnehmen, anstatt mit dem Auto zur Arbeit zu pendeln.

Das Verkehrskonzept zur Regelung des Zu- und Abfahrtsverkehrs ist Gegenstand des Bebauungsplanverfahrens und des abzuschließenden städtebaulichen Vertrages mit dem Investor.

Umwelt, Natur & Klima
Was ist mit Umwelt- und Naturschutz?

Im Bebauungsplanverfahren werden Umweltprüfung, Artenschutz, Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung, Lärmschutz, Wasserhaushalt und Landschaftsbild umfassend behandelt. Das ermöglicht eine rechtssichere und verantwortliche Entwicklung mit ökologischen Standards. 

Zusätzlich wird die Gemeinde in einem städtebaulichen Vertrag mit dem Investor die Übernahme der Planungskosten, die Erschließung und die verbindliche Umsetzung der ökologischen Maßnahmen sicherstellen. 

Die Gemeinde ist sich der naturschutzfachlichen Bedeutung der Stiftwiese als Rückzugsraum für Wiesenbrüter vollumfänglich bewusst. Deshalb wird das Bauleitplanverfahren von einem detaillierten Umweltbericht begleitet. Geplant ist, nur ca. 35 Hektar der insgesamt 78 Hektar großen Wiese zu nutzen. Ein signifikanter Teil der Fläche (ca. 10 ha) wird als dauerhafte ökologische Ausgleichsfläche gesichert. 

Zudem sind externe Kompensationsmaßnahmen vorgesehen, um die Populationen von Feldlerche und Rebhuhn gezielt umzusiedeln und deren Fortbestand durch professionelles Flächenmanagement langfristig besser zu schützen.

Die Senderwiese ist durch ihre jahrzehntelange Nutzung (u.a. „Voice of America“) mit Altlasten wie Kupfer vorbelastet. Bisher war eine umfassende Altlastensanierung auf der Fläche wirtschaftlich für keinen privaten Eigentümer darstellbar. 

Im Zuge der Ansiedlung wird die Sanierung im Baufeld nun professionell durchgeführt. Der Investor übernimmt die Kosten für die fachgerechte Beseitigung der Altlasten im Rahmen der Baufeldfreimachung. Dies ist ein ökologischer Gewinn für alle, da eine Belastung des Bodens nach Jahrzehnten beseitigt wird.

Nein, der Betrieb vor Ort erfordert keine großen, energie- oder ressourcenintensiven Rechenzentren, etwa zum KI-Training. Es handelt sich vielmehr um Anlagen zur Systemintegration, bei denen hohe energetische und ökologische Kriterien (wie Photovoltaik und möglichst klimaneutraler Betrieb) angesetzt werden.

Die Klimaschutzanforderungen an das Vorhaben werden im Bebauungsplanverfahren und dem städtebaulichen Vertrag mit dem Investor behandelt und geregelt.

Bürgerbeteiligung & Abstimmungsprozess
Wie können sich die Bürger am Entscheidungsprozess beteiligen?

Die Gemeinde Hallbergmoos setzt auf maximale Transparenz und Bürgerbeteiligung. Der Gemeinderat hat bewusst am 14.04.2026 die Durchführung eines Bürgerentscheides (Ratsbegehren) beschlossen, um die endgültige Entscheidung über die planungsrechtlichen Grundlagen direkt in die Hände der Bürgerinnen und Bürger zu legen. Am 05. Juli 2026 findet hierzu der Bürgerentscheid statt. Jeder Wahlberechtigte hat die Möglichkeit, per Briefwahl oder direkt im Wahllokal über die Zukunft dieses Standorts mitzubestimmen.

Es gibt eine Bürgerinitiative, die die Ansiedlung auf der Senderwiese verhindern will. 

Die Gemeinde Hallbergmoos hat intensiv versucht, mit der Bürgerinitiative ein gemeinsames Verfahren zu erreichen, auch um den Bürgern einen doppelten Urnengang zu ersparen. Die Bürgerinitiative hat sich jedoch für ein eigenes Bürgerbegehren entschieden und eine gemeinsame Befragung abgelehnt. 

Der Gemeinderat und auch die Verwaltung haben die feste Absicht, die Bürger bei einem Projekt dieser Tragweite unmittelbar einzubeziehen. Aus diesem Grund wird am 5. Juli 2026 der vom Gemeinderat beschlossene Bürgerentscheid durchgeführt. Damit wird Klarheit über die Fortführung des Projektes geschaffen und eine Hängepartie für die Gemeindeentwicklung und die nationale Verteidigungsfähigkeit bis 2029 vermieden.

Sofern die Bürgerinitiative die erforderliche Anzahl von Unterstützungsunterschriften sammelt, findet ggf. ein zweiter Bürgerentscheid statt. 

Bei einer mehrheitlichen Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger wird die Gemeinde die planungsrechtlichen Grundlagen für den Standort für Verteidigungstechnologie auf der Stiftwiese schaffen und das Bebauungsplanverfahren fortführen. 

Sollten die Bürgerinnen und Bürger mit „Nein“ stimmen, ist das Projekt am Standort Stiftwiese beendet. Die Gemeinde wird in diesem Fall keine weiteren planungsrechtlichen Schritte für diese Ansiedlung unternehmen. 

Die Gemeinde setzt von Beginn an auf volle Transparenz. Bereits zwei Tage nach der Beschlussfassung in öffentlicher Gemeinderatssitzung fand eine Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger statt. 

Neben der Info-Website werden auch entsprechende Printmaterialien bereitgestellt. 

Auch sind Sie herzlich eingeladen, an der Dialogveranstaltung „Sprechen und Zuhören“ am 08. Juni 2026 (19:00 Uhr, Gemeindesaal) teilzunehmen und sich auszutauschen. 

Hallbergmoos: Fakten zur geplanten Ansiedlung

Eine Richtungsentscheidung für unsere Zukunft: mutig, transparent und gemeinsam.